Stromzähler und Blindleistung

Dieses Thema Stromzähler und Blindleistung im Forum "Elektronik und Chipkarten-Programmierung" wurde erstellt von the ubm, 19. März 2006.

Thema: Stromzähler und Blindleistung Hallo, soweit ich weiß messen Stromzähler die entnommene Arbeit dadurch, dass durch ein Magnetfeld eine...

  1. Hallo,

    soweit ich weiß messen Stromzähler die entnommene Arbeit dadurch, dass durch ein Magnetfeld eine Aluminiumscheibe zur Rotation gebracht wird. Für die magnetische Feldstärke ist allerdings ausschließlich der Strom verantwortlich und nicht die Spannung, deswegen denke ich heißt es auch Stromzähler und nicht Arbeitsmesser oder irgendwie so.
    Da es bei Verbrauchern durch Kapazitäten und Induktivitäten allerdings zu phasenverschiebungen zwischen Strom und Spannung kommt, kann man die Leistung nicht mehr mit U*I berechnen, sondern muss den cos phi einführen, also U*I*cos phi, wobei phi der Winkel zwischen dem Strom und der Spannung ist.
    Zurück zum Zähler: Der Strom fließt ja weiterhin nur nicht in Phase mit der Spannung. Wie wird jetzt sichergestellt, dass nur die tatsächliche Wirkleistung gemessen wird oder zahlt man doch irgendwie für die Blindleistung?

    Ich bedanke mich für eure Antworten.

    Markus
     
  2. naja, Blindleistung heißt ja so, weil sie Blind ist :D
    was ich meine ist, da kommt zwar was vom EVU, aber das geht wieder zurück, d.h. du musst nix zahlen!

    Darum müssen Betriebe die zu viel Blindleistung brauchen, einen cos phi erreichen der möglichst an 1 hingeht. Somit muss das EVU nicht sinnlos so viel Strom umherschicken.

    Tobi
     
  3. Vielleicht hilft Dir das hier weiter:
    http://www.wer-weiss-was.de/theme50/article1851641.html

    siehe Link ;)
     
  4. OK danke, der Link hat echt geholfen, auch wenn ich es nicht ganz genau verstehe, aber ich weiß zumindest, dass es funktioniert und vorallem, dass es trägheitslos auf eine Änderung des Leistungsfaktors reagiert.
     
  5. jain es kann so viel strom umherfließen wie durch die kabel gehen. da kabel aber geld kosten versucht man die so klein wie nötig zu halten und natürlich nicht mit unnötigem stromtarific vollzustopfen :lol:

    wo die sache eigentlich kompensiert wird ist nicht ganz so wichtig
     
  6. In der Tat, ein normaler Stromzähler misst tatsächlich die Leistung, indem er Spannung und Strom "multipliziert". Dabei wird nur die Wirkleistung gemessen.
    Das funktioniert mittels zweier sich überlagernder Magnetfelder, die durch Spulen erzeugt werden, wovon eine parallel zum Verbraucher hängt (erzeugt ein Magnetfeld proportional der Spannung), und eine in Serie (erzeugt ein Magnetfeld proportional dem Strom).
    Wenn ein Verbraucher größere Blindleistungen aufnimmt, ohne diese zu kompensieren, kann es dem EVU auch durchaus einfallen, einen eigenen Blindleistungszähler zu installieren.
     

  7. Dies wird von den EVU´s auch bei jedem Kunden gemacht der eine registrierte Leistungsmessung hat.

    Allerdings wird bei dem Kunden auch die Blindarbeit in Rechnung gestellt, aber nur wenn in Summe (HT+NT) 50% der Wirkarbeit überschritten wird. Und dann auch nur das was über 5ß% der Wirkarbeit liegt!
     
  8. so nun fangen wir noch von vollbenutzungsstunden an und dann sind alle die damit nix zu tun haben restlos verwirrt :lol:
     
  9. ... und von Monats - oder Jahresleistungspreissystem, Überschreitung der Netzanschlusskapazitäten bzw. der bereitgestellten Leistung etc. etc.

    ;-)
     
  10. Jetzt haut hier mal nicht so auf die Kacke...! :D
    Es geht schließlich um technische Fragen über Stromzähler und Blindleistung, nicht um Tarife. ;)
     
  11. Was ist denn, wenn man es nicht mit CosPhi, sondern mit Lambda zu tun hat?
    Bei welchem CrestFaktor sagt ein Zähler ´Nein Danke´ ???

    Gruss
    Tim
     
  12. Schon ne heiße Sache das Ding mit den "Stromzählern". Mir ist es allerdings ein Rätsel, warum eine Al-Scheibe auf ein Magnetfeld reagieren sollte ... ! Haben wir nicht einmal gelernt, dass Aluminium ein sogenanntes Nichteisenmetall mit kaum nennenswerter Permeabilität ist. Anders sieht es allerdings mit elektrischen Feldern aus, die in Aluminiumscheiben sogenannte Wirbelströme erzeugen und die wiederum Felder, die im Zusammenspiel mechanische Energie freisetzen. Nuja, auch hier hilft Tante Google sehr zuverlässig weiter. Interessant ist allerdings auch die Frage, ob man einen Zähler durch äußere Beschaltung zum Rückwärtsdrehen überreden könnte. Man kann! Nicht ohne Grund haben die Dinger eine Sperre, die ein Rückwärtsdrehen mechanisch verhindert. Die Blindleistung spielt bei der Energieerzeugung und Verteilung eine sehr bedeutende Rolle, fällt bloß bei Privathaushalten kaum ins Gewicht, weil kaum nennenswert komplexe Lasten wirken.
     
  13. Hallo

    wieso den immer gleich Rückwärts langsamer sollte doch auch OK sein.

    Ich denke wenn man kapazitive Kräfte hinzufügt und so mehr Blindleistung erzeugt, sollte man die Scheibe im Zähler dazu bekommen langsamer zu drehen

    ODER

    Gruß oechi
     
  14. Das sollte denke ich nicht funktionieren, zumal du bei einem Kondensator auch noch Verluste hast.
     
  15. Klar hast du Verluste ist nur die Frage ob diese nicht zu hoch sind.

    Wie würdest du es den machen ?

    Mit einem Phasenschieber ?


    Gruß oechi
     
  16. Gar nichts würde ich machen, da es nichts bringt, da man ja die Blindleistung nicht bezahlen muss.
    Im Gewerbebetrieb würde es sich vielleicht lohnen.
     
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