Betrugsversuch Immobilienkauf

Dieses Thema Betrugsversuch Immobilienkauf im Forum "Wirtschaft, Ebay, Berufe & Rechtsfragen" wurde erstellt von Resident, 11. März 2014.

Thema: Betrugsversuch Immobilienkauf Guten morgen Leute, folgende Problematik lässt mich gerade etwas aus der Haut fahren: Meine Oma ist in ein...

  1. Guten morgen Leute,
    folgende Problematik lässt mich gerade etwas aus der Haut fahren:

    Meine Oma ist in ein Altersheim gezogen und wird demnächst ihr Haus verkaufen, da sie 80 Jahre alt ist und nicht unbedingt mehr auf der mental stärksten Seite des Lebens steht haben wir einen Makler mit dem Verkauf der Immobilie beauftragt.
    Soweit so gut.
    Jetzt kommt tatsächlich meine Tante her ([OT] ein von Grund auf schlechter Mensch, die immer nur zu ihrem eigenen Wohl hinarbeitet und sich später dann wundert warum sie keiner mag [/OT]) und schreibt folgenden Passus in den Kaufvertrag ohne das Wissen von uns, oder geschweige denn ihrer Mutter / meiner Oma rein:

    Für mich eine maßlose Frechheit und vollkommen nicht nachvollziehbar woher sie sich das rausnimmt ....

    Mein erster Gedanke war eine Anzeige ... das geht leider nicht, da es A) nur ein Vertragsentwurf ist/war und B) ja alles nur ein "Missverständnis" war.

    Dieses "Missverständnis" war aber "lustiger" Weise mit meinem Onkel (Bruder der beiden Schwestern) abgesprochen, sprich er wusste, dass sie das Geld bekommen würde. Nur er ist leider ein sehr einfacher Mensch, Konflikten geht er am liebsten aus dem Weg.

    Gibt es da irgendeine Möglichkeit, irgendetwas zu machen?!
    Ich fühle mich gerade recht erschlagen und auf den Arm genommen und würde dieser blöden .... am liebsten an die Gurgel springen. (Es sind etliche von solchen Sachen schon in der Vergangenheit gelaufen, weswegen man diesem Menschen keinen Millimeter über den Weg trauen kann)
    Ich mein, immerhin haben wir es gemerkt und gesagt, dass wir den Vertrag so definitiv nicht unterzeichnen werden.
    Irgendwie würde ich mich aber gerne revangieren ....

    Habt ihr eine Idee?

    Danke & Liebe Grüße
    Resident
     
  2. Zum Glück wars nur ein Entwurf. Das ist allerdings schon eine gewaltige Sauerei, auch noch innerhalb der Familie (und wegen ein paar k Euro).
    Ohne die Leute persönlich zu kennen ists schwierig... prinzipiell aber gilt: Schwachstelle finden und drauf. Je nachdem was Dir da wichtig ist, z.B. ob da ein Nutzen für Dich (außer der Revanche) rausspringen sollte.

    Besteht denn die Möglichekeit die Beteiligte(n) - nachdem der Entwurf Mist war - von der eigentlichen Vertraggestaltung auszuschließen? Oder seid Ihr dabei auf die Einwilligung der Tante angewiesen?
     
  3. Hat deine Oma eine Betreuungsverfügung oder Vollmachten oder entscheidet sie alles noch selbst?
    Wenn es schon Streitigkeiten zu Lebzeiten der Oma gibt, was soll das erst im Erbfall werden? Am besten Oma regelt das, solange sie noch denken kann. Arme Oma.:nein:
    Meine Eltern können mit ihrem Häuschen machen, was sie wollen und sollen das so bald als möglich regeln, solange sie im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Der Übergang von Großeltern auf Eltern ging glücklicherweise reibungslos, ein Bruder wurde ausbezahlt, der andere verzichtete.

    Tja, was könnt ihr machen? Mit Oma ein ganz normalen Kaufvertrag aufsetzen, der keinen bevorteilt. Ansonsten gibt's ja eh nur Ärger, spätestens im Erbfall. Oma könnte versuchen, die Tante zu enterben, was aber nur unter ganz engen Kriterien möglich wäre, ansonsten Pflichtteil. Das wollen aber die wenigsten Mütter, wer hat schon gern zerstrittene Kinder.

    Wenn das Haus nicht eine riesige Immobilie mit hohem Verkehrswert ist, spielt das idR aber kaum eine Rolle. Also wäre ich auf Schlichtung aus und würde Oma mit dem Geld einen vernünftigen Lebensabend im Heim bieten wollen, wenn ambulante Pflege in heimischer Umgebung schon nicht möglich sein sollte, denn das halte ich persönlich für deutlich besser als den Heimaufenthalt. Es ist klar, dass der Aufwand irgendwann nicht mehr zu handhaben ist für ungelernte, pflegende Angehörige, aber eine eigene Überprüfung sollte meines Erachtens schon stattfinden. Habe ich auch alles getan, um meinen Eltern ihren Lebensabend so angenehm wie möglich zu gestalten?
    Hauptsache ist, die Oma hat genug Geld durch den Hausverkauf, dass es für die Pflege reicht.
     
  4. gänzlich ausschließen können wir sie leider nicht, das wäre echt zu schön.
    Ihr leiblicher Vater (mein eigentlicher Opa) starb sehr früh und somit sind meine Mutter (die verstorben ist, somit eben mein Vater meine Schwester und ich als Erben) und sie in der Erbmasse eingeschlossen.

    Sie soll ja auch ihren Rechtmäßigen anteil bekommen, wenn meine Oma verstirbt, da sagt ja keiner etwas gegen. Aber was mich so maßlos ärgert ist, dass sie das meiner Oma, die so oder so nicht viel Geld hat, aus der Tasche nimmt.
     
  5. Genau darum geht es mir nämlich in erster Linie.
    Wie ich es gerade Lambo schon sagte, sie hat eh nichts, war ihr Leben lang Hausfrau und ist jetzt das erste mal überhaupt in ihrem Leben umgezogen ...
    Ins Altersheim.
    Ist ja soweit alles auch sehr gut, sie fühlt sich wohl da, ist nicht alleine, natürlich ist das auch neu für sie und sie muss sich daran gewöhnen, aber das dann ihre Tochter versucht ihr das Geld aus der Tasche zu ziehen und jetzt so tut als sei es ein versehen ....

    Ich schäume grad etwas vor Wut
     
  6. Ehrlich? Wenn ich das lese, Resident, wäre es für mich noch wichtiger dafür zu sorgen, dass es eine Vertrag gibt, der deiner Oma erstens viel Geld einbringt und dann, dass sie noch ein langes Leben hat und die Pflege und Beerdigung genau von dem Geld gedeckt werden können. Am Ende ihres Lebens ist es für alle Beteiligten wahrscheinlich das Beste, wenn kein Geld mehr da ist, worum sie sich streiten können. So hart wie das klingt, aber dafür würde ich als Enkel oder Schwiegersohn sorgen wollen.
     
  7. Wie gesagt, aufgrund der schwierigen familiären Situation und um den Gemütszustand von Oma nicht zu "gefährden", würde ich auf Spirenzien wie z.B. Schenkungen zu Lebzeiten verzichten. Das machen halt einige, um einen umgeliebten Erben von seinem Pflichtteil zu befreien bzw. diesen zu schmälern.

    Pflichtteil 2014: Enterben fast unmöglich - biallo.de

    Ich würde lieber hoffen, dass der Hausverkauf auch Oma dient und nicht den Kindern, sowie Spekulationen oder Versuche der Tante unterbinden.
    Habt ihr mit der Oma über Patienten- oder Betreuungsverfügungen gesprochen? Im schlimmsten Fall könnte dann die Tante über irgendwelche lebensrettenden Maßnahmen entscheiden bzw. Geldangelegenheiten regeln, wenn Oma gar nicht mehr Herr ihrer Sinne ist.
    Meine Eltern haben dies "zugunsten" meiner Schwester gemacht und ich bin darüber sehr froh und vertraue hier da voll.
     
  8. Jo, ich bin der Enkel, wir haben den ganzen Krampf mit dieser "Familie" bereits ein mal durchgemacht als meine Mutter vor zwei Jahren verstarb, zwar in extrem abgeschwächter Form, da für die Geschwister ja nichts zu holen war, aber auch vor dem Ableben hat es sie einfach schlicht nicht interessiert wie es meiner Mutter ging.
    Warum sollte es jetzt bei meiner Oma anders sein.
    Jeder für sich ... traurig aber wahr.
    Wobei ich ehrlich gestehen muss, dass ich mich mittlerweile auch gar nicht mehr für meine Tante oder meinen Onkel interessiere.
    Aber das ist eine andere Geschichte.

    Meine größte Angst ist es tatsächlich dass meine Oma in dem Heim nicht finanziell zurechtkommt. Und da will ich sie schützen.
    Wir überlegen gerade das Geld auf ein Konto zu legen, dass komplett auf den Namen von meinem Vater läuft (er ist der Schwiegersohn), wo meine Oma dann eine Genralvollmacht über das Konto bekommt, dann kommt diese .... nämlich nicht mehr so leicht an das Konto.
    Ist nur letztlich dann aus einer anderen Perspektive auch so gesehen als wenn wir uns das Geld unter den Nagel reißen wollen würden und wird dann wohl von ihr verhindert werden.
    Ich hab echt keine Ahnung was ich da am besten machen könnte.
     
  9. Die Patientenvollmacht oblag meiner Mutter UND ihr.
    Letztlich hat sie überall zugriff drauf.
    Nur wir eben auch, d.h. wir müssen es kontrollieren, dass sie da nicht austickt ...
    Sie hat das letzte Jahr bei meiner Oma gewohnt und sie "gefplegt".
    Was meine Oma letztlich nicht wollte, aber tatsächlich darauf angewiesen war, da sie keinen Pflegedienst haben wollte, da sie den Leuten nicht vertraut. (You see the irony?!)
    Das muss zum Teil wohl auch sehr eskaliert sein zwischen beiden, daher ist meine Oma jetzt um so glücklicher im Heim wo die Menschen wohl wesentlich freundlicher sind.
     
  10. Das ist nur andersrum möglich. Die Oma muss Vollmachten (z.B. Geld- oder Postangelegenheiten, Aufethaltsbestimmung. etc.) ausstellen, für den Fall, dass ... oder eben Generalvollmacht.
    So etwas wird immer wichtiger. Zunächst natürlich gegenüber dem Lebenspartner und dann aber wenn der nicht mehr lebt gegenüber weiteren Angehörigen oder Pflegern. Dabei ist dies so früh als möglich notwendig, wenn die Oma noch selbst entscheiden kann. Dein Vater sollte dies ebenfalls im Auge haben. Ich habe diese Entscheidung auch hinter mir.

    Vorsorgevollmacht
    Betreuungsverf
    Patientenverf

    Schwieriges Thema, aber je eher man das geregelt hat, desto weniger Probleme können auftreten.
     
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