Gewohnheitsrecht

Dieses Thema Gewohnheitsrecht im Forum "Wirtschaft, Ebay, Berufe & Rechtsfragen" wurde erstellt von siggi112, 11. Aug. 2012.

Thema: Gewohnheitsrecht Wie entsteht Gewohnheitsrecht ? Ich bin seit einem Jahr Mieter einer Doppelhaushälfte mit ca. 300 m²...

  1. Wie entsteht Gewohnheitsrecht ?

    Ich bin seit einem Jahr Mieter einer Doppelhaushälfte mit ca. 300 m² Gartenfläche.
    Die andere Doppelhaushälfte ist ebenfalls vermietet (gleicher Vermieter).
    Die Grundstücke grenzen aneinander und sind nicht eingefriedet.

    Die Hunde unserer Nachbarn können sich während ihres Freilauf uneingeschränkt auf beiden Grundstücken bewegen, was mich im Grunde auch nicht stört.
    Allerdings möchte ich schon ganz gern den Zugang der Hunde kontrollieren und entscheiden können wann die den Garten betreten dürfen und wann nicht. Unsere Nachbarn wohnen seit etwa 5 Jahren in der anderen Haushälfte. Die damalige Eigentümerin (Mutter unseres Vermieter) hatte wohl keine Einwände, so dass sich eine Art Gewohnheit eingestellt hat.

    Kann der Vermieter, dem beide Haushälften und die Grundstücke gehören die Einfriedung verbieten ?
    Entsteht aus der Vergangenheit ein Rechtsanspruch (Gewohnheitsrecht) ?
    Bzw. muss ich jetzt darauf achten dass nach Ablauf eines bestimmten Zeitfaktor ein solcher Gewohnheitsrechtanspruch nicht erst entsteht ?

    Eigentlich bemühe ich mich ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zu pflegen, worauf ich auch großen Wert lege.
    Irgendwie ist mir aber zu doof, jedesmal wenn ich im Garten was einbringe, wie Rasenkalk etc. meine Nachbarn informieren zu müssen. Ich habe dann auch immer den Eindruck dass die das gar nicht so toll finden. Ich würde gern einen Zaun setzen um den Zugang so steuern zu können wie ich es möchte.
    Darf ich das ?

    Gruß
    Siggi
     
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  3. Sprich das doch mit den Nachbarn ab. Die haben sicher Verständnis (solange Du sachlich und freundlich bleibst, wovon ich ausgehe). Hundebesitzer wissen in der Regel was sie ihren Nachbarn damit zumuten.
     
  4. Dann rede vorher mit den Nachbarn, und schaffe keine Tatsachen, indem du einen Zaun setzt.
    Zum Rechtsanspruch glaube ich, dass ein Zaun eine einschneidende Maßnahme an der Mietsache ist, wozu du ohne Genehmigung des Vermieters kein Recht hast - ebensowenig wie die Nachbarn einen Anspruch haben, die von dir gemietete Sache durch ihre Hunde mit zu nutzen.

    Gewohnheitsrecht ist mE ne völlig andere Baustelle.
     
  5. Danke.
    Das Problem hat sich mittlerweile in Luft aufgelöst.
     
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