Hund & Postbote

Dieses Thema Hund & Postbote im Forum "Wirtschaft, Ebay, Berufe & Rechtsfragen" wurde erstellt von Gitarrengott, 10. Juni 2014.

Thema: Hund & Postbote Moin, das ewige Thema: unser Hund bellt den Postboten aus. Und nur den Postboten, sonst niemanden. Wir wohnen...

  1. Moin,

    das ewige Thema: unser Hund bellt den Postboten aus. Und nur den Postboten, sonst niemanden.

    Wir wohnen auf einem Grundstück, welches nicht umzäunt ist. Unser Hund ist auf dem Grundstück angeleint und kann dieses nicht verlassen. Die Leine reicht genau bis zur Grundstücksgrenze. Er bekommt noch nicht einmal eine Pfote auf die Straße.
    Am Wochenende kam wieder einmal die Post mit dem Fahrrad auf der Straße entlanggefahren und unser Hund hat natürlich angeschlagen und lief in Richtung Ausfahrt.
    Die Postbotin hat sich natürlich erschrocken und daraufhin bei uns wie wild geklingelt, mich angeschnauzt, ich solle den Hund reinholen und mir wörtlich damit gedroht, dass "ich sonst in Zukunft keine Post mehr bekommen würde, wenn der Hund nicht im Haus ist, wenn sie dort vorbeifährt." Eigentlich totaler Schwachsinn. Denn auf der Seite, wo sich der Briefkasten befindet läuft der Hund ja gar nicht. Laut ihrer Logik dürften dann die Nachbarn keine Post bekommen, weil sie sich nicht mehr an der Einfahrt vorbeitraut.
    Des Weiteren meinte sie noch, dass der Hund gemein, gefährlich sei und ihr irgendwann ein Bein abbeißt, bzw. sie irgendwann vom Fahrrad fällt.
    Ich habe ihr versucht zu erklären, dass der Hund das Grundstück nicht verlassen kann und wollte ihr außerdem erklären, dass es leider in der Natur des Hundes liegt, dass ausgerechnet die Post (gelegentlich auch Zeitungsboten) ausgebellt werden (kurz zur Erklärung: Hund denkt "boah, da kommt jemand in mein Revier. Ich sehe nicht was er macht, den kann ich mit Bellen vertreiben". Der Hund bellt, Postbote, Zeitungsjunge, etc. verschwindet wieder, der Hund hat ein "Erfolgserlebnis". Und das im Extremfall jeden Tag).
    Ich möchte das unserem Hund auch nicht abgewöhnen, weil er eben Alarm geben soll, wenn sich Leute auf unserem Grundstück befinden, die nicht dorthin gehören. Sagt man dem Hund einmal "Hallo" und hat vielleicht noch ein Leckerchen übrig, dann ist er der beste Kumpel von dir.
    Leider ließ sie sich auf keine Art von Dialog ein. Außer besagter Drohung, dass wir sonst in Zukunft keine Post bekommen würden und die Post uns ja mal einen Brief schicken müsste (was immer das auch heißen mag), kam nichts von ihr.
    Ich bin normalerweise ein Mensch, der versucht solche Dinge in einer ruhigen Art und Weise zu regeln. Wenn man mir allerdings so blöde kommt, dann kann ich auch auf Stur stellen. Ich sagte darauf zu ihr, dass sie ja die andere Straßenseite benutzen könne und habe die Tür vor ihrer Nase zugemacht.

    Mich würde einfach mal die rechtliche Lage interessieren.
    Ich schätze die Dame so ein, dass wenn der Hund das nächste Mal draußen ist und ich es verpasse, ihn reinzuholen, weil die Post kommt, sich einfach mal fallen lässt. Ich würde ihr auch noch schlimmere Dinge unterstellen (Stichwort "Leckerlies"). Wenn man die Dame einmal "live" erlebt hat, weiß man wovon ich rede.

    Hinzu kommt noch, dass der Hund wirklich nur am Samstag angeleint auf dem Hof ist, wenn die Post kommt. Ich sehe es auch nicht ein, am Fenster zu stehen und auf die Post zu warten, damit ich den Hund reinholen kann. Normalerweise ist der Hund ruhig und pennt in der Sonne. Ich bin dann meistens irgendwo im Haus und wenn der Hund dann loslegt, weil die Post kommt, ist es meistens zu spät und die Dame hat 'nen halben Herzkasper erlitten. Unter der Woche ist er gar nicht da, weil wir arbeiten sind. Und wenn wir zu Hause sind und der Hund draußen ist, war die Post schon längst da.

    Ich habe auch mal eine schematische Zeichnung angehängt. Vielleicht wird es dadurch etwas deutlicher, was da bei uns so los ist.
    Das 2. Bild zeigt dann unseren gemein, gefährlichen Hund. Unsere Kurze ist übrigens noch keine 2 Jahre alt.
     

    Anhänge:

  2. Kann dir da keine rechtlichen Dinge zu sagen, weiß aber, dass z.B. unser Postbote Leckerchen von der Post gestellt bekommt, die witzeshalber sogar das Posthorn als Prägung in den Leckerchen drin hat.

    Also an sich scheint sich da nur deine Postbotin quer zu stellen, es geht auch anders.
     
  3. Hallo Gitarrengott,

    irgendwie kann ich es schon ein wenig verstehen... Vielleicht wurde die Postbotin ja mal von einem Hund angefallen und reagiert seitdem und deswegen panisch?!

    Trotzdem ist es allgemein bekannt, dass die aller meisten Hunde auf Postboten so reagieren, genau aus diesem Grund, wie Du ihn beschrieben hast: Eindringen ins Revier » Erfolgserlebnis wegen vermeintlicher Flucht... Muss man halt mit rechnen...

    Mit dem "Leckerlie"... Das wäre echt krass... Die Besorgnis ist natürlich berechtigt, denn man weiß nie, welche kranken Idioten sich herumtreiben... Für die Liebe und zum Schutz des Tieres, reichen die Gesetze leider nicht... Aber wenn die Tante vom Fahrrad fällt, und der Hund sie nicht anrührt, kann da diesbezüglich wohl nichts passieren...

    Schöne Zeichnung, hehe... Lange Kette hat der Hund - gut so! ;)

    Aber Du hast mich auf eine gute Idee gebracht - Motto: "Keine Post ist gute Post!" kommen ja eh nur Rechnungen... Ich glaube, wir lassen mal das Tor zur Straße offen stehen... Hehe... :D
     
  4. Ich bin ja auch zwiegespalten, was unser Verhalten angeht. Einerseits kann es wirklich sein, dass die Dame richtig Angst vor Hunden hat.
    Andererseits ist das mein Grundstück, welches der Hund nicht verlässt. Und ich sehe es (erst recht nicht nach Aktion von Samstag) ein, dass ich mir vorschreiben lassen muss, was ich auf MEINEM Grundstück zu tun oder zu lassen habe.

    Ich würde gerne mit der Frau reden, aber das Verhältnis ist nach der Aktion vom letzten Samstag nicht mehr zu retten.
     
  5. Da hast Du auch 100% Recht mit! Das sehe ich genauso...


    Ein guter Tipp: Wenn Du sie das nächste Mal siehst, begrüße sie einfach nett, mit einem leichten Lächeln, und lade sie einfach spontan kurz zum Kaffe oder Wasser ein, oder für später, zusammen mit Deiner Frau, und sage ihr einfach nett, was Du hier im Thread beschrieben hast, und frage sie, was sie meint, was du machen solltest, aber auch gleichzeitig, freundlich aber direkt, dass der Hund zur Familie gehört... Dann kann sie dabei auch den Hund und der Hund die Postbotin kennen lernen...

    Das erfordert Stärke und etwas Überwindung, gerade, weil die ja zuvor so pampig war, aber versuche es mal... Wenn sie eine Vernunft begabte Person ist, wird dies auf jeden Fall klappen... Wenn nicht - hat SIE Pech gehabt, nicht Du! Der Hund bleibt auf dem Hof, und dabei blebt es! Und Du hast von Deiner Seite alles getan, was auf diplomatischem Wege von Dir erwartet werden kann!
     
  6. Einen ungebissenen Postboten gibt es wohl nicht.

    Der Rütter im TV hat dieses Postbotenphänomen mal als Problem gehabt. Ich erinnere mich aber nicht mehr, wie er das gelöst hat.

    Der Hund zeigt ein behandlungsbedürftiges Fehlverhalten! Es geht nicht um rechtliche Dinge. Das (übrigens schöne) Tier hat das Problem!

    (Sonst ist es beim Rütter ja meinst das Herrchen oder Frauchen, was das Tier versaut hat!)
     
  7. Integrier die Postbotin ins "Rudel".
    Freu dich wenn sie kommt (neee, nicht so :D), also wenn sie erscheint, begrüß sie, knutsch sie ;) oder zeig es deinem Hund sonstwie, dass er nicht das Revier gegen sie verteidigen muss.
    Wichtig ist, dass du als Rudelführer vor deinem Hund aktiv wirst.
     
  8. Dann schreit demnächst seine Frau wenn die Postbotin kommt ...

    Hunde merken es schlicht wenn Menschen Angst haben und solange die Postbotin so überreagiert weiß der Hund nich was Sache ist und wird bellen.
     
  9. Das sehe ich ein bisschen anders. Der Hund macht das, was in seiner Natur liegt: nämlich sein Revier gegen Eindringlige zu verteidigen.
    Es geht ausschließlich um den Postboten/Zeitungsjungen.
    Er bellt nicht, wenn einfach nur Leute an der Straße entlanggehen oder der Hund im Haus ist und es an der Tür klingelt.
    Selbst, wenn der Postbote klingelt und vor unserer Tür steht, ist der Hund ruhig. Das interessiert ihn gar nicht.
    Auch wenn er früh am Morgen draußen liegt und wir uns für die Arbeit fertig machen, stören ihn die Schulkinder nicht, die alle bei uns vorbeilaufen. Und die sind teilweise ziemlich Laut. Kinder halt.

    Diese Postbotenaktion findet auch nur (wenn überhaupt) einmal am WE statt. Nämlich dann, wenn wir zu Hause sind und der Hund auf dem Grundstück draußen ist. Und dann auch nur bei schönen Wetter (bei Regen setzt er keinen Fuß vor die Tür) :D

    Ich sehe aus meiner Sicht keinen Handlungsbedarf. Es ist schwer zu beschreiben und man müsste den Hund kennen. Aber ich behaupte einfach mal, dass wir ihn gut erzogen haben.

    Es steckt nunmal Jagd- und Hütehund in ihm.

    Du meinst, vielleicht sollte ich auch mal mit dem Schwanz wedeln? Höhöhö :D

    Und GENAU das ist der Punkt. Ich kann (und will es vielleicht auch nicht). Die Post kommt zu unterschiedlichen Zeiten. Mal ist sie gegen Morgens da, mal kommt sie erst gegen Mittag, bzw. frühen Nachmittag. Ich stelle mich doch nicht die ganze Zeit ans Fenster und warte, bis ich das gelbe Postfahrrad sehe und hole dann schnell den Hund rein.
    Wie gesagt: Meistens bin ich im Haus und höre erst das Gebelle und dann das Geschimpfe. Nur dann ist es schon zu spät.
    Eine "Bestrafung" des Hundes im Nachhinein hat natürlich keinen Sinn, weil Hunde im Nachhinein nicht wissen, was sie falsch gemacht haben. Das funktioniert nur, wenn man sie halt "in flagranti" erwischt. ;)

    Es klingt vielleicht so, als würde ich es darauf ankommen lassen wollen. Aber das ist nicht der Fall. Wenn ich sehe, dass ich den Konflikt vermeiden kann, mache ich das auch. Versteht mich da nicht falsch. Natürlich hole ich den Hund rein wenn ich sehe, dass da jemand im Anmarsch ist. Aber es gibt oft genug die Situation, dass ich es einfach nicht mitbekomme. ;)
     
  10. Kannst du den Briefkasten nicht an die Straße raus stellen?
     
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