Job wechseln

Dieses Thema Job wechseln im Forum "Wirtschaft, Ebay, Berufe & Rechtsfragen" wurde erstellt von 2Stein, 15. Dez. 2013.

Thema: Job wechseln Ich möchte den Arbeitgeber und höchstwarscheinlich auch das Bundesland wechseln. Aber wie geht man da möglichst...

  1. Ich möchte den Arbeitgeber und höchstwarscheinlich auch das Bundesland wechseln. Aber wie geht man da möglichst risikolos und kostengünstig vor? Ist das überhaupt finanziell machbar? Zumindest für's Bewerbungsgespräch muss ich dann ja 100 Euro berappen, für die Fahrtkosten. Bei mehreren davon, kann man es dann ja gleich bleiben lassen, weil die Kosten für den Umzug dann verschlungen sind. Wie machen das andere? Nur durch zufällige Kontakte oder Empfehlungen, wo sie den Job sowieso schon in der Tasche haben?

    Wie sieht es eigentlich mit einer Abfindung aus? Habe von nem Kollegen gehört, die bekommt man in jedem Fall, aber das scheint ja ein verbreitetes Märchen zu sein. Zumindest wenn man gekündigt wird, sieht es da recht mau aus, wie ich mich bisher dazu belesen habe. Aber wie sieht es aus, wenn man selber kündigt? Hat man da auf irgendeine Art Abfindung Anspruch oder dann erst recht nicht?
     
  2. Servus,
    manchmal Frage ich mich, was will man noch alles abzocken.

    Bei einer normalen Kündigung von dir gibt es keine Abfindung.
    Wirst Du zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen bekommt man die Fahrtkosten von der eingeladenen Firma bezahlt.
    Das ist so auch gesetzlich geregelt.

    Als ich das hier gelesen habe ist mir durch den Kopf gegangen:
    Kein Wunder, wenn Firmen immer mehr auf Leiharbeiter zurück greifen.
    Das ist nicht gegen dich gemünzt, sondern gegen die Versuche sich alles irgendwie bezahlen zu lassen.
     
  3. Wobei es Arbeitgeber gibt, die diese Erstattung in der Einladung ausschließen!
    Andere Arbeitgeber muß man verklagen, damit diese zahlen.

    Zuerst solltest du deine Kündigungsfrist prüfen und ein wenig Geld zur Seite legen, damit der Umzug bezahlt werden kann. Vielleicht lohnt es sich während der Probezeit beim neuen Arbeitgeber zu pendeln?
     
  4. Was hat das mit Abzocke zu schaffen ??????
    Er will doch einfach nur umziehen und weiß nicht wie er das finanzieren soll!!!
    Das hat überhaupt garnichts mit abzocke zu schaffen!!!!

    Es gibt Arbeitgeber ( also in der hinziehenden Stadt ) , die zahlen dir sogar den Umzug, die sind nicht wie falko und müssen Billigware mit Leiharbeitern herstellen, dass sind meistens solche Arbeitgeber die noch auf Qualität achten!
     
  5. Wenn ein potentieller neuer Arbeitgeber keine Kosten übernimmt, kann, wenn man bei der Agentur für Arbeit gemeldet ist, auch von dort ein Teil der Kosten erstattet werden.
    Wenn also die Kündigung schon auf dem Tisch ist, sollte man sich da schleunigst melden. Denen ist ja daran gelegen, dass du nahtlos in eine neue Beschäftigung übergehst. Dort kannst du auch nach Unterstützung bei Umzug fragen.
    Ansonsten halt über die Steuer die Auslagen (idR 8,50 € für Unterlagen + evtl. Fahrtkosten, bei Email 2,50 €) geltend machen.

    Also pauschal würde ich erstmal nicht einfach selber kündigen, wenn dann noch gar nichts Neues da ist und keine Reserven.
     
  6. Ich glaube kaum, dass ein Arbeitgeber jemand aus einem anderen Bundesland zum Bewerbungsgespräch einlädt und dann auch noch dessen Fahrkosten zahlt.

    Das wird nur der Fall sein, wenn dieser potentielle Arbeitnehmer eine entsprechende Qualifikation für die ausgeschriebene Stelle vorweist und sonst auch keine geeigneten regionalen Bewerber für die Stelle da sind.
     
  7. Doch die gibt's durchaus. Kann ja aber eben auch bei der Vereinbarung über einen Termin geklärt werden, ob eine Übernahme stattfindet und wenn ja, wie hoch der Anteil ist.
    Die, die das Partout ablehnen, haben eh' meist eine Regionalklausel im Stellenangebot.
     
  8. Das Verhalten der Arbeitgeber ist regional sehr unterschiedlich, kommt sicher auf Qualifikation und Arbeitnehmerangebot an.

    Bei Arbeitgeber aus dem Schacht (NRW) habe ich die regionale Begrenzheit aber immer beobachtet.

    Mir wurden früher sogar Flugticket für Vorstellungsgespräche bezahlt oder auch die Wohnung für ein halbes Jahr.
     
  9. Also das mit der Abfindung war nur eine generelle Frage, weil das bei sehr vielen herumgeistert und ich das nur mal genauer wissen wollte. Rechnen tue ich damit sowieso nicht.

    Ich hatte damals immer oft gehört, wie viele irgendwohin gegangen sind und möchte nun auch nicht mehr dort bleiben wo ich bin. Aber wie man sowas bewerkstelligen soll ist mir nicht ganz klar. Wenn Firmen diese Kosten übernehmen müssen, werden die meisten mich generell nicht einladen, wenn ich z.b. aus 200km Entfernung komme. Also scheint es ja doch so kompliziert zu sein, wie ich es mir dachte, einfach mal weit weg ziehen is nich...

    Vermutlich werden die meisten blind wohin ziehen und erstmal irgendwie jobben. (kommt für mich nicht in Frage) Beim Arbeitsamt werde ich mich nicht melden, da ich nicht gekündigt wurde (und demnächst auch nicht werde) und wenn, dann nahtlos wechsle.
     
  10. Dann solltest Du bis dahin in eine Pension ziehen.
    Das Pendeln kannst Dir ja von der Steuer absetzen. Wenn die Probezeit durch ist, dann eben komplett umziehen.

    Zu verschenken hat der Staat auch nichts. Zuschüsse gibts daher nur, wenn die Entlastung folgt, wie z.B. ein Arbeitsloser weniger zu erwarten ist.
    Wir sind damals mit Sack und Pack auf blauen Dunst her gezogen und haben uns nach dem Umzugstrouble was gesucht.