Kripo-Beamte orteten bei Großfeuer 700 Handybesitzer in der Nähe.

Dieses Thema Kripo-Beamte orteten bei Großfeuer 700 Handybesitzer in der Nähe. im Forum "Privatsphäre" wurde erstellt von drmaniac, 6. Aug. 2005.

Thema: Kripo-Beamte orteten bei Großfeuer 700 Handybesitzer in der Nähe. http://www.teltarif.de/arch/2005/kw31/s18121.html Die Polizei in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) ist wegen...

  1. http://www.teltarif.de/arch/2005/kw31/s18121.html


    Die Polizei in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) ist wegen einer Handy-Großfahndung in die Kritik geraten. Die Polizei hatte nach Genehmigung durch das Amtsgericht 700 mögliche Zeugen zu einem Fall von Brandstiftung über das Handys geortet und nun schriftlich aufgefordert, sich zu melden. Die Angeschriebenen hatten sich im Juni mit eingeschaltetem Mobiltelefon in der Nähe eines abgebrannten Restepostenmarkts aufgehalten. Das berichten heute die Kieler Nachrichten. Der stellvertretende schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Johann Bizer kritisierte gegenüber der Zeitung die Maßnahme als unverhältnismäßig: "Das Amtsgericht hat das Vorgehen als verhältnismäßig empfunden, doch bei dem Umfang von 700 angeschriebenen Zeugen habe ich erhebliche Bauchschmerzen, da auch noch weitere Bürger angeschrieben werden sollen."
    Der Datenschutzbeauftragte wies darauf hin, dass die betroffenen Handybesitzer die Möglichkeit hätten, sich beim Landgericht über das Vorgehen der Polizei zu beschweren. "Es werden Datenbanken angelegt, in denen die betroffenen Personen gespeichert sind", erklärte Bizer in den Kieler Nachrichten. Solange der Fall nicht aufgeklärt sei, würden die betroffenen Personen auch gespeichert bleiben. "Jeder, der in dem Umkreis des Brandherdes mit seinem Handy telefoniert hat, wird zwar nur formal als Zeuge vernommen, aber ist quasi Verdächtiger, sonst wäre er nicht in den Kreis der betroffenen Personen einbezogen worden", sagte der Datenschutzbeauftragte weiter.
    Die Segeberger Polizei sieht die angeschriebenen Personen dagegen nach eigener Aussage als wichtige Zeugen für die Behörden. Nicht jeder, der sich mit einem Handy in der Nähe des Restepostenmarktes aufgehalten habe, sei geortet worden, sondern nur wer mit dem Handy telefoniert habe oder angerufen wurde, sei registriert. Die erhaltenen Daten würden nun ausgewertet. Angeschriebene Handybesitzer, die das Schreiben nicht zurücksenden, müssten keine rechtlichen Folgen fürchten, betonte ein Kripo-Beamter.





    Das ist mal so ein kleiner Ausblick, was JETZT schon so alles möglich ist. Was denkt ihr, was die für Möglichkeiten haben, wenn erstmal 2 Jahre lang von jedem alles gespeichert wird. Also Verbindungsdaten, Standorte, SMS, besuchte Webseiten, Suchmaschinenergebnisse usw usw...

    Der Traum eines jeden Potentaten...
     
  2. na bloss gut ich habe kein privates handy ;)

    und das firmenhandy hätte ja jeder haben können :fre:
     
  3. was für ein Quatsch @J-M-L

    war es nicht vorhersehbar?? ICH denke schon !

    Juliet
     
  4. hi,
    tja, die totale Überwachung ziet immer mehr einhalt in unsere Gesellschaft und keinen kümmerts:-((

    Stasi lässt grüßen

    Gruß Virtual
     
  5. Hallo,

    700 Zeugen per Handy zu überwachen und zu kontrollieren erscheint mir mehr als Unverhältnismäßig. Ich gehe mal davon aus, dass die Bürger davon nichts wussten. Wenn das alle erfahren werden, kann laut https://www.beamten-ratgeber.de/ eine Klage wegen Amtsmissbrauch eingereicht werden. Denn immer wieder stellt sich heraus, dass den Gerichten nicht die wahren Gründe angegeben wurden.

    Man muss sich hier auch mal überlegen, dass es letzten Endes "nur" um einen Brand ging. Wo sind die Grenzen bei der Polizei. Irgendwann werden die Gründe immer geringer,
     
  6. Tach auch,

    nach 10 Jahren klagen?
    Ich hätte den Thread nicht ausgegraben.

    Grüßle vom Boe :winken:
     
  7. Es ist heutzutage gang und gäbe sich bei Kriminalitätsereignissen die Funkzellendaten geben zu lassen. Anschließend wird geschaut ob es Übereinstimmungen zu anderen Strafttaten gibt und dann wird sich derjenige mal näher angeschaut.