Leitbilder auf der Arbeit

Dieses Thema Leitbilder auf der Arbeit im Forum "Wirtschaft, Ebay, Berufe & Rechtsfragen" wurde erstellt von Gravity, 22. Feb. 2014.

Thema: Leitbilder auf der Arbeit Seit wann werden diese komischen Leidbilder auf der Arbeit in den Vordergrund gerückt und ist es immer das gleiche...

  1. Seit wann werden diese komischen Leidbilder auf der Arbeit in den Vordergrund gerückt und ist es immer das gleiche Standard Vorgehen?
    Dies ist mein zweiter Arbeitgeber und da läuft jetzt genau der gleiche Scheiß der mir meinen letzten unattraktiv machte.
    Statt einfach gut/angemessen zu bezahlen und "Freiheit" des Denkens zu unterstützen, was automatisch gutes Betriebsklima schafft wird soll man sich eine Denkweise aneignen und schafft ein eigenartiges Gruppenzugehörigkeits Klima. (Ein Anzug der jeden passt!?) Dafür musste auch extra ein studierter Fachidiot von Propaganda Minister eingestellt werden. Man hätte auch nur ins Geschichtsbuch gucken können wie so etwas geht.
    Was soll der Quatsch? Einfach nur Kosten drucken weil Dr. Göbbels billiger ist als die Leute angemessen zu bezahlen?
    Wo soll das alles nur enden? Ich hab mich mal mit Kollegen unterhalten, die GLAUBEN den Unsinn von TSCHAKA und WIR!
     
  2. Meinst Du Leidbilder oder Leitbilder? :D

    Ich kann dem Text aber weder noch einen sinn entnehmen. :hmmm:
    Wovon sprichst Du?
     
  3. Hey Gravity, hallo Leute…

    So ganz kann ich dem Eröffnungsthread auch nicht so folgen…

    Ich kann mir vorstellen, dass unter anderem gemeint ist, dass die Arbeitsmoral über das letzte Jahrzehnt rapide in den Keller gegangen ist, egal ob von den Mitarbeitern oder Vorgesetzen.

    Vielleicht meinst Du, dass früher auch die Zahlungsmoral besser war, als es heute der Fall ist, und dies trifft zum Beispiel auf Telefonkunden, wie auch auf Arbeitgeber zu! Deswegen auch die große Lüge vom Fachkräftemangel! Wir haben hier in Deutschland genug gut ausgebildete Fachkräfte und auch studierte Leute, NUR, die Wahrheit ist, dass KEINER mehr bereit ist, für eine Fachkraft adäquat zu bezahlen! So erfindet man ein großes Märchen vom Fachkräftemangel, so, dass es vor der Mainstream-Bevölkerung legitim erscheint, sich ausländische Fachkräfte hinein zu holen, die ähnlich gut ausgebildet sind – und ach ja, wie der Zufall es ja dann so will: die sind mit weniger Gehalt oder Lohn zufrieden!

    Heute kann man schnell das Gefühl bekommen, dass der Arbeiter (ob Angestellter oder Vorgesetzter, etc.) heutzutage keine Freizeit mehr hat! Andererseits wird aber von den Medien und vor allem von der Werbung Freizeitaktivitäten propagiert… Als wenn man nichts Besseres mehr zu tun hat in seinem Leben…

    Früher hat die höhere Ebene noch auf die untere gehört, wenn irgendwelche Probleme zu bewältigen waren, und die haben auch darauf gehört, und alle haben sich an einem Tisch gesetzt… Heute kaut die Führungsschicht ihr Paradigma vor, und alle müssen es schlucken, ob es jemanden passt oder nicht, ob es schlüssig ist, oder schwachsinnig… Am schlimmsten ist man dran, wenn man irgendwo in der Mitte steht – dann wird man von oben getreten, muss weiter nach unten treten, und man wird selbst wiederum von unten getreten – bekommt es dann von oben und unten!

    Ich persönlich kann mich (noch) nicht beklagen – zum Glück – aber einige Leute, mit denen ich mich unterhalten habe… da sträuben sich einfach nur alle Haare – nicht nur die auf dem Kopf!

    Das größte Übel ist die Leiharbeit, oder auch Zeitarbeit genannt von den sogenannten, schön titulierten Personal Service Agenturen! Ein Krebsgeschwür, dass keiner aufhalten WILL! Vor allem aber nicht die Politiker, geschweige denn die Lobbyisten oder gar Gewerkschaften! DAS ist in der Tat moderne Sklaverei und zutiefst abscheulich, asozial, sittenwidrig und unmoralisch! Lass die Dummen mal schuften, und die Verhurer beißen sich wie blutrünstige Zecken an diejenigen, die eigentlich die Drecksarbeit tun, und zapfen „fleißig“ das Erarbeitete ab… Dass so etwas überhaupt in einem sich demokratisch nennenden Land geduldet, ja sogar noch gefördert wird, ist der Super-Fauxpas schlechthin!

    Schon aus reinen Eigennutz, würde ich meine Mitarbeiter sehr gut behandeln, damit diese motiviert sind, nicht nur Quantität sondern auch mit Interesse Qualität und neue, gute Ideen zu bringen! Aber durch diese ganze Heuern-und-feuern-Mentalität, schneiden sich langfristig alle selbst ins Fleisch, denn alle Neuen müssen immer wieder mehrere Wochen angelernt werden, und keiner legt mehr, aus Mangel an Sicherheit, Ehrlichkeit, angebrachte Bezahlung, gutes Arbeitsklima und Interesse an Projekten, Menschen und Leistung, Wert und Herz in diesen Betrieben…

    Aber man wirft dann mal lieber 600 Leute raus, wenn es im letzten Geschäftsjahr eine Gewinnwarnung (schon alleine dieses Wort) gab… Dann denkt sich der logisch denkende Mensch: Wenn wir schon mit der bestehenden Belegschaft schlecht waren, dann ganz bestimmt nicht mit noch weniger Leuten! Aber die Aktionäre müssen ja gestillt werden… So kommen Heuschrecken und fahren Unternehmen (mit Abfindungsprovisionen der Manager wohlgemerkt) vor die Wand, die einmal jemand mit Schweiß, Blut und Herz über Jahrzehnte lang aufgebaut hatten!

    Wie gesagt – NOCH bin ich von dem nicht betroffen… Aber wenn dies alles so weiter geht, dann stehen auch die Besten irgendwann mal auf der Straße!

    Ich habe mich mal mit einer Bekannten unterhalten… Die hatte mal einige Zeit für einen Verhurer (Leiharbeitsfirma) arbeiten müssen… Da sie immobil war, stellte der Verhurer einen Fahrdienst ein. Die Bekannte wurde zur Arbeit gebracht, und arbeitete bis zur Pause. Und kurz vor Pausenende kam der Vorarbeiter zu ihr: „Ja, tut uns leid, aber wir haben leider nichts mehr zu tun für heute… Sie können nach Hause…“. Da sie mit dem Fahrdienst des Verhurers dort war, konnte sie mehr als die Hälfte des Arbeitstages UNBEZAHLT dort herumhocken… Oder so nach dem Motto: „Ach ja, morgen brauchen Sie nicht kommen…“ oder „Sie brauchen gar nicht mehr wieder kommen!“. Wo sind wir eigentlich? Ach ja, in der Bananenrepublik Deutschland! Ein Beispiel von vielen… Kein Einzelfall, wie bestimmte Politiker und Lobbyisten jetzt an dieser Stelle sehr wohl sagen würden!

    Leiharbeitsfirmen / Zeitarbeitsfirmen / Personal Service Agenturen wie auch immer sich die Sklaventreiber nennen, sind kriminelle Mafia und gehören ausgelöscht! Man muss sogar aufs schärfste aufpassen, dass man sich durch diese Verhurer nicht selbst strafbar macht, bei diesen einseitigen Knebelverträgen! Und dann schreit die Regierung immer wieder, wir würden zu wenige Kinder (also Steuerzahler) machen! Wie denn, ohne adäquate Vergütung, ohne Sicherheit auf den Arbeitsplatz und ohne innere Zufriedenheit mit Selbstgefühl auf seine eigene Tätigkeit??

    Die Arbeitswelt hier in Deutschland, aber nicht nur dort, in der ganzen EU, und die USA - ist immer der Vorreiter in solchen Angelegenheiten -, gleicht immer mehr dem Reichsarbeitsdienst! Fehlen nur noch die Arbeitslager der Leiharbeitsfirmen…

    Aber ich habe mal irgendwo gelesen: Arbeit macht frei!

    In diesem Sinne: Kraft durch Freude!
     
  4. Mein Gott.

    Es ist noch nicht mal klar, was der TE eigentlich will und der andere schreibt schon wieder einen ganzen Roman...
     
  5. Choco, entspann Dich mal. Akyra hat nen guten Riecher. ;)
     
  6. Je größer die Firma, um so mehr Dinge müssen global geregelt sein.
    In einem kleinen Familienbetrieb läuft es meistens gut, wenn jeder so arbeitet, wie er es für richtig hält, weil der Mitarbeiter einfach sein Bestes gibt und das Ergebnis gut ist. In größeren Betrieben müssen aber viele Leute, viele Abteilungen, oft mehrere Standorte zusamenarbeiten, und wenn da jeder machen würde, was er selbst für richtig hält, gäbe es Chaos. Vergleichbare Arbeiten müssen reproduzierbar zum gleichen Ergebnis führen!
    (Beispiel Reklamationsabwicklung: der eine Mitarbeiter ist vielleicht eher geneigt, das Produkt aus Kulanz zurückzunehmen oder nachbessern zu lassen als der andere - hier braucht es nachvollziehbare Kriterien, wann ein Produkt außerhalb der Spezifikationen liegt und zurückgenommen/nachgebessert werden muss.)

    Große Unternehmen haben deshalb alle ein Managementsystem, was zum einen die gleichbleibende Arbeitsweise (und damit Qualität) sicherstellt, und zum anderen Rechtskonformität gewährleistet.
     
  7. Sorry wenn ich mich erst jetzt melde, wie man sieht betrachte ich das Thema sehr Emotional.
    Ich persönlich habe kein Stress auf der Arbeit, bin zwar aus Querulant bekannt der immer seine Meinung sagt, aber da ich meinen Job gut mache sieht man darüber hinweg, aber ich sehe generell die Entwicklung in Unternehmen die meinen, nur so könnte man „was werden“ auf dem Markt sehr bedenklich.
    Arbeitsprozesse optimieren und in SOPs dokumentieren ist nicht verwerflich, dies ist auch nur Tuning am System.
    Nein, was ich meine der der Bruch der durch einen Betrieb geht wenn globale Management Strategien auf einen Familienbetrieb angewendet werden nur weil sie in der Theorie mehr Performance versprechen. (Verkündet von dem BWL Propheten)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmensleitbild
    Die Frage ist jetzt, verbreitet sich diese Strategie hier allgemein, oder sind Betriebe die auf diesen Zug aufspringen ehr Exoten?
    Ein Gemeinschaftgefühl gab es doch früherer auch schon. Warum muss man erst „Divide et impera“ fahren um sie dann wieder auf ein Ganzes einzuschwören?
     
  8. Achso... so einen Mist gibts bei uns nicht und braucht doch auch kein Mesnch.
     
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