Leitfaden zur Überwachung der Generalstaatsanwaltschaft München aufgetaucht

Dieses Thema Leitfaden zur Überwachung der Generalstaatsanwaltschaft München aufgetaucht im Forum "Privatsphäre" wurde erstellt von the ubm, 17. Juli 2012.

Thema: Leitfaden zur Überwachung der Generalstaatsanwaltschaft München aufgetaucht http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/leitfaden_datenzugriff_voll.pdf Der Leitfaden ist sehr interessant und...

  1. http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/leitfaden_datenzugriff_voll.pdf

    Der Leitfaden ist sehr interessant und jedem zu empfehlen. Er ist vom 13.09.2011 und damit relativ aktuell. Es wird unter anderem geschrieben, dass der Simlock in Deutschland üblicherweise 1 Jahr wäre und so dargestellt, als wäre das auch bei Verträgen so, was definitiv falsch ist.
    Der Rest jedenfalls ist sehr interessant. Ein paar Abschnitte möchte ich davon zitieren.

    Achtung die Polizei stellt offensichtlich auf falsche Hotspots auf um den darüber geleiteten Internetverkehr zu überwachen. Hier empfiehlt es sich über OpenVPN allen Datenverkehr über einen Server im Internet oder zu Hause zu leiten, sodass diese nichts mitlesen können.

    Es geht hier um BMWs die Bereits mit Simkarte und mobilem Internetzugriff ausgestattet sind.
    Ich kann also jedem nur empfehlen diesen Müll nicht zu verwenden und auch beim beschlossenen E-Call System, das eine Simkarte in Neuwägen ab 2015 verpflichtet siehe hier http://powerforen.de/forum/showthread.php?t=244837 , dieses zu deaktivieren.

    Interessant ist welche ausländischen Provider man meiden sollte, da diese sehr schnell Daten an die deutschen Bullen herausgeben
    Interessant ist auch das beworbene E-Ticket mit dem man sein Handy an einer Bahnstation hinhält und damit zahlt:

    Hervorhebung von mir. Hier wird es ehr so sein, dass sie damit meinen, dass die Bahn die gefahrene Strecke kennt. Das Handy bucht sich ja weiterhin im Vodafone-Netz ein. Es gibt zwar GSM-R der Bahn, aber das ist eine ganz andere Frequenz und ausschließlich der Bahn vorbehalten. Trotzdem sollte man so einen Blödsinn nicht nutzen, denn wie man sieht, greift die Polizei gerne darauf zu.

    Beim mobilen Internet basierend auf UMTS/GSM ist man in Deutschland völlig anonym, Ausnahme Vodafone.
    Wobei man dazu sagen muss, dass eine Rückverfolgung über Vodafone voraussetzt, dass das Gegenüber auch die Portnummern und nicht nur die IP-Adressen speichert. Ich denke 90-99% der Server werden keine Portnummer speichern. Dennoch sollte man Vodafone dafür meiden, dass sie die Ports bei der NAT-Adressübersetzung speichern.

    Bei Prepaid-Karten ist es wichtig diese NIEMALS mit EC-Karte oder Kreditkarte aufzuladen und natürlich auch per Überweisung. Am besten kauft man das Guthaben in einem Laden ohne Stasi-Kameras mit viel Umsatz wo sich kein Mensch mehr an das Gesicht erinnern kann. Discounter ohne Kamera sind hierfür prädestiniert.
    Ab Seite 27 des PDFs finden sich dann die Speicherfristen der einzelnen Anbieter. Auch hier fällt Voafone mal wieder sehr negativ auf, da sie 30 Tage lang IMEI-IMSI und die Koordinaten dazu speichern. 80 Tage lang sogar die IMEIs. O2 scheint hier am kürzesten zu speichern. Auch eingehende Anrufe werden von den Stasiunternehmen gesammelt.

    Sehr interessant sind auch die Speicherfristen bei den Mail-Anbietern. GMX speichert lediglich die letzte IP-Adresse, Yahoo gar nichts, Microsoft alle IP für immer, 1+1 60 Tage, Web.de 30 Tage (Liste nicht vollständig)

    Zu guter Letzt, wer selbst Staatsanwalt spielen möchte findet auf S. 38 ein Musterschreiben mit dem man Daten dazu anfordert, wie ein Kunde sein Handy aufgeladen hat. Hierfür ist nichtmal ein richterlicher Beschluss notwendig, armes Deutschland.
     
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  3. Man sieht mal wieder, wie unfähig die deutschen Behörden sind.
    Bei T-Mobile ist man nämlich keineswegs vollkommen anonym. Jeglicher http-Verkehr auf Port 80 läuft nämlich über einen Zwangsproxy von T-Mobile, auch wenn man unter speed.telekom.de sämtliche Optimierungen abschaltet. Konkret heißt das, dass Port 80 ausgeleitet und über einen http-Proxy-Server geschickt wird.
    Dieser Zwangsproxy fügt unter anderem einen http-Header hinzu und zwar:
    Code:
    HTTP_X_FORWARDED_FOR=XXX.XXX.XXX.XXX
    wobei XXX.XXX.XXX.XXX natürlich die IP-Adresse ist, die das Handy im T-Mobile-Netzwerk bekommt. Auf Seiten, die die IP-Adresse anzeigen, wie wieistmeineip.de sieht man allerdings nicht diese IP-Adresse, sondern die IP-Adresse des NAT-Routers. Seine lokal dem Handy zugewiesene IP-Adresse sieht man unter Android mit dem Battery Monitor Widget indem man dort auf "Tests -> Telefondaten" geht und dann uner "address: " steht die IP dabei. Bei einem Surfstick sieht man die IP bei der Netzwerkkarte oder der Verbindung, die Windows dem Surfstick zugewiesen hat.
    Obwohl man meistens eine 10er IP-Adresse bekommt, vergibt T-Mobile die IP-Adressen offensichtlich dennoch ganz eindeutig. Ich hatte mich schon gefragt, warum ich von T-Mobile manchmal eine IP-Adresse aus dem 32er Bereich, also 32.XXX.XX.XXX und damit eine an sich öffentliche IP-Adresse bekommen habe, die aber dennoch auf eine 80er Adresse genated wurde. Jetzt ist der Fall eindeutig, T-Mobile will so die Anonymität reduzieren. Natürlich brauchen sie dadurch wesentlich mehr IP-Adressen, aber das scheint es denen Wert zu sein.
    Bei einem Test meines http-Servers auf Port 81 fand keine Veränderung des http-Headers statt. Man kann sich seine http-Header z.B. auf xhaus.com/headers anzeigen.

    Obiges gilt für den APN internet.t-mobile.de, auf dem APN internet.t-d1.de bekommt man sowieso eine öffentliche IP-Adresse, sodass man dort zurückverfolgbar ist. Dies hat der Überwachungsleitfaden auch nicht erwähnt.
    Zum Schluss möchte ich noch hinzufügen, dass meiner Erfahrung nach viele Webseiten nicht den X_FORWARDED_FOR Header speichern, sodass man dort dann auch anonym ist. Den X_FORWARDED_FOR Header kann man auch bereits im Browser beliebig setzen und damit dann Verwirrung stiften (z.B. auf eine IP von Microsoft oder dem Bundestag setzen), sodass dieser kein eindeutiges Beweismittel darstellt.
    Zusammenfassung: Achtung bei D1 und http-Webseiten, hier kann der T-Mobile Zwangsproxy eventuell die Identitiät verraten. Bei https und nicht http-Diensten, ist man auf der sicheren Seite in Sachen Anonymität.
     
  4. Moin UBM, Da mich das Thema Doppelt betrifft, würde ich deine Erkenntnisse gern in mein Blog Verarbeiten nebst deinen Kommentaren und Anmerkungen. Hättest was dagegen?
    (Würde dich dann auch erwähnen wennst es willst. Derweil zw. 800-1200 eindeutige Besucher/Tag!)
     
  5. Hallo Bayer

    Erstmal herzlich willkommen im Forum hier. Ich wollte dir eine PN schicken, aber dein Account ist deaktiviert. Du musst den Freischaltcode erst noch klicken. Im Zweifelsfall registrier dich einfach nochmal.
     
  6. Der ist gebannt von big Cheffe.
     
  7. Und wieso? Doch hoffentlich nicht wegen diesem Beitrag, schließlich hätte er es auch einfach so übernehmen können.

    Ich freue mich weiterhin über PNs, wenn jemand etwas von hier übernehmen möchte.
     
  8. Nein nicht wegen diesem Beitrag. Sondern wegen: KLICK (die beiträge sind im Nirvana mittlerweile)

    P.s. Ansonsten finde ich diesen Thread hier sehr interessant.
     
  9. Danke für den Link. Leider wurde so radikal gelöscht, dass nicht einmal ich als Moderator die Beiträge noch sehen kann, so wie das üblich ist bei Löschungen. An den Vorwürfen der Vertuschung scheint wohl leider viel dran zu sein, insbesondere da bald das ganze Thema gelöscht wird.
    Aber genug zum OT - zurück zum Thema.
     
  10. Wer zahlt schafft nun mal an.

    Wenn jemand in dein Haus kommt und Ärger macht, dann wirfst du ihn auch raus.
     
  11. Ist zu Recht gelöscht wurden.

    P.s. können wir die offtopic beiträge hier löschen.. *wäre nett* .
     
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